Zu John Holloways Buch "Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen"
Wer von dem Buch einen praktischen Ratschlag erwartet, wie nun die Welt zu verändern sei, wird enttäuscht werden. Es geht erst einmal darum, wie sie nicht verändert werden kann, wenn es um Emanzipation und Befreiung gehen soll: durch das Ergreifen von (Staats-) Macht. Gezeigt werden soll, dass es darum geht, Anti-Macht, kreative Macht zu entwickeln, dass Weltveränderung als Negation dessen begriffen werden muss, was gemeinhin als Politik verstanden wird und sich in der immerwährenden Reproduktion von Macht- und Unterdrückungsverhältnissen erschöpft. Eine „Gesellschaft ohne Machtverhältnisse“ ist das Ziel.